Die befreundeten Stämme der Harca Asszoni und der Aretyaden hatten sich
also gemeinsam aufgemacht um die barbarischen Lande zu erkunden. Die
Aretyaden, Riona, Cailea und Sharika, wollten im Auftrag der Aretischen
Reiterbotin Handelsbeziehungen vertiefen und vor allem Erkundigungen
über die Gepflogenheiten dieses Landes einholen.

Bild 01: Cailean und Riona

Bild 02: Verschwesterung Riona und Laringea

Bild 03: Verschwesterung Andrana und Riona
Die Amazone, die mehr
oder minder verächtlich Knochenkönigin auf Assonya genannt wurde, war
mit den Aretyaden mitgekommen, um ihren Repertoire an verschiedenen und
erlesenen Samo um den doch relativ robusten nordischen Schlag zu
erweitern.

Bild 04: Laringea bereitet den Samohandel vor und erklärt dem Mann was sie von ihm will...

Bild 05: Verduzter Blick auf das Füllgefäß für den Samo --- tja, was hat er wohl gedacht?
Als Begleitung hatte sie eine recht junge Harca mitgebracht,
deren Mission wohl eher darin bestand, weg von ihrer Insel zu kommen, da
sie laut Laris Aussage zu viel Rauschkraut zu sich genommen hatte und
darum andere Schwestern in Verruf brachte. Laringea war der Meinung,
dass es ihr gelingen würde, in der fremden widerlich patriarchalen Welt
Andrana zumindest so lange von der Insel fernzuhalten, dass über diese
Geschichte Gras gewachsen war.
Die 5 Amazonen begaben sich also nach Lar’Kant auf eine Insel, die auf
dem Seeweg nach Aretias lag. Sie wollten in einer Taverne in der Stadt
Lar’Kant einkehren und die Nacht verbringen. Kaum angekommen, wurde
ihnen doch die seltsame Atmosphäre einer Taverne, so weit ab der
Heimat bewusst. Der überwiegende Teil der Besucher bestand aus
schwitzenden, stinkenden Männern, die sich ohne Anstand und Respekt
gegenüber dem auserwählten Geschlecht benahmen. Das Weibsvolk, was
sich hierher gewagt hatte, war dementsprechend ordinär und anbiedernd.
Riona erschauderte angesichts solch einer Blasphemie. Mittlerweile
waren die Amazonen durch ihre häufigen Aufenthalte in solch sündiger
Gegend einiges gewohnt, dass sie es nach aretischer Sitte einfach
ignorierten.

Bild 06: EVARRA! ... HINEIN! --- der aretische Trinkspruch erklang des öfteren laut und deutlich
Sie setzten sich also an einem halbwegs abgeschiedenen Tisch um nicht
von allzu reichlich Mannsvolk belästigt zu werden. Riona begann auch
sogleich, Andrana nach den Geschehnissen in der Henkersmahlzeit einer
Taverne auf Assonia zu befragen, da sie selbst unlängst in dieser
unheimlichen Schänke eingekehrt war. Die Mitschwester war der festen
Überzeugung, dass ein Geist alle verfluchen würde, die die
"Henkerszeit" betreten. Riona hasste solch unheimliche Phänomene, da
sie schon reichlich Kontakt mit scheinbar unglaubwürdigen, aber leider
oft wahren Geschehnissen in dieser Richtung gemacht hatte. Da half
auch alles Beschwichtigen durch die Samohändlerin nicht.

Bild 07: Andrana ist verlegen --- zurecht
Sharika, die junge Amazone, die mit ihren erwachsenen Schwestern
gereist war, zeigte sich mehr als unangenehm berührt durch die
abweisende, laute und durch Alkohol und erbrochenes leicht süßliche
Luft. Sie fühlte sich sehr unwohl, nur die Anwesendheit ihrer
Schwestern machte ihren Aufenthalt erträglicher. Für eine willkommene
Abwechselung sorgte, dass Laringea nicht des Lesens und Schreibens
mächtig war. Sharika, die wie fast alle aretischen Amazonen schon in
früh mit dem Erlernen von Rechnen und Lesen und Schreiben begonnen
hatte, war mehr als glücklich, ihrer amazonischen Schwester ein paar
Worte und die Zahlen beizubringen. Die Kupferstücke, die sie zum Dank
dafür von Laringea erhielt, waren da natürlich ebenfalls sehr
willkommen. Dafür konnte sie der Göttin beim nächsten Tempel oder
Schrein ein schönes Opfer darbringen.

Bild 08: Sharika ist mißtrauisch vor allem unbekannten, aber Laringea erhält von ihr Schreibunterricht.

Bild 09: SIEBEN Riona wartet auf Spielbeginn, Laringea und Andrana diskutieren noch über die Spielregeln.

Bild 10: SIEBEN Kneipenbesucher und Spieler bei der Vorrunde
Um sich ein bisschen abzulenken, nahm Riona an einem seltsamen Spiel
welches aus Lar’Kant stammt teil. Neben ihr war nur noch eine weitere,
aber fremdländische Frau bei diesem Spiel dabei. Das Spiel wurde in
zwei Runden gespielt, wobei die ersten beiden Spieler eine Runde
weiter kamen. In der ersten Runde schenkte die Göttin Riona das
Spielglück, in der zweiten gewann die fremde Frau. Die Männer gingen,
nicht weiter verwunderlich, leer aus. Die Frau, Elisabetha genannt,
versuchte spät am Abend mit den Amazonen ins Gespräch zu kommen und
Würfel zu spielen. Doch die Harcas schienen wenig geneigt sich mit den
ortsansässigen Frauen zu unterhalten und auch Riona spielte nur ein
kurzes Spiel mit ihr.

Bild 11: Würfelspiel
Damit der Abend nicht gänzlich von den Männern, die sehr störten,
übertönt wurde, begannen die Schwestern der Harca Asszoni zu singen
und das ganze musikalisch zu untermalen. Die Aretyaden sangen mit
ihren schönen und kriegerischen Stimmen natürlich mit. Sie waren
begeistert davon, dass die Harcas es sich nicht nahmen, ihre einfachen
Traditionen zu pflegen.

Bild 12: Singen --- Alle die mit uns auf Sklavenjagd fahren, müssen Frauen mit Waffen sein....

Bild 13: Zwei Musikerinnen können nicht an sich halten und musizieren mit den Amazonen
Cailean war es an diesem Abend nicht so gut, die allgemeine
Gesellschaft behagte ihr nicht, wahrscheinlich war sie schon zu lange
im patriarchalen Ausland unterwegs. Sharika war schon früh zu ihrem
Nachtlager gegangen, schließlich zählte sie erst zwölf Sommer.
 
Bild 14+15: Cailean und Riona
Die Amazonen wurden bei ihrem Gesang unterbrochen als ein
ortsansässiger männlicher Adeliger sich von dem lieblichen Liedern und
Neugier angelockt, zu ihnen an den Tisch setzte. Riona erbarmte sich
seiner und spielte mit ihm ein paar Runden Schach. Im Gespräch stellte
sich heraus, dass er aus einer Gesellschaft stammte, in der Frauen und
Männer zusammen und gleichberechtigt leben. Die Kundschafterin
erklärte ihm, dass dies nicht der Weg sei, mit dem man der Göttin
gefällig wurde. Der junge Mann verstand, was Riona ihm sagte und ging
beizeiten fort um über die Worte von Riona nachzusinnen.


Bild 16 + 17: Schach -- ein echtes Kriegerinnenspiel
Möge die Göttin ihm die Erleuchtung schenken!
© Riona
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